Die Ergebnisse einer aktuellen Analyse zur Preisentwicklung von Wohnraum in Deutschland durch die Leipziger geomap GmbH zeigen einen weiterhin intakten Preisauftriebstrend. Bei der Analyse wurden die verfügbaren Angebotspreise aus 2016 und 2017 für Wohnungen und Häuser für Neu- und Bestandsobjekte berücksichtigt und systematisch analysiert. Dabei profitieren neben den Ballungsgebieten in Deutschland derzeit sogar eher ländliche Regionen von der allgemeinen Entwicklung. Dies liegt darin begründet, dass immer mehr Immobilieninteressenten von den durch einen starken Nachfrageüberhang gekennzeichneten Ballungsgebieten auf B- und C-Lagen ausweichen und somit auch die Nachfrage in diesen Regionen anfeuern. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist unvermindert hoch. Dies trifft insbesondere auf den Osten Deutschlands zu. Preissteigerungen liegen dort in manchen Gebieten sogar im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Ein anderes Bild ergibt sich jedoch für die Mitte Deutschlands – hier sind die Preise teil merklich gesunken. 


Die Entwicklung ist je nach Region unterschiedlich


In Deutschland zeigt sich bei näherer Betrachtung insgesamt ein sehr differenziertes Bild. Die von geomap ermittelten Daten haben die jeweils ersten drei Stellen eines Postleitzahlengebietes als Basis. Aufgrund der so gewonnenen Anzahl Regionen ergab sich der größte Preisrückgang (- 24,6 %) in der thüringischen Region 078. Den größten Preisanstieg hingegen verzeichnete die Hamburger Innenstadt mit + 44 Prozent mit dem Postleitzahlengebiet 203. Insgesamt – über ganz Deutschland hinweg - setzt sich jedoch der schon in den Vorjahren beobachtete Preisauftrieb fort – Wohnraum wird also auch weiterhin generell teurer in Deutschland – abgesehen von einigen, bestimmten Regionen. Die genauen Daten können bei geomap eingesehen werden. 


Was sollten Immobilieninteressenten nun tun?


Andreas Schrobback – Immobilien- und Kapitalanlagefachmann aus Berlin – rät Immobilieninteressenten aufgrund der aktuellen Lage am deutschen Immobilienmarkt zu überlegtem Handeln. Die Niedrigzinsphase, die noch immer hierzulande vorherrscht, wird nicht ewig so bestehen bleiben. Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien setzt sich weiter fort. Wer tatsächlich Interesse am Erwerb einer Immobilie hat, sollte überlegen, wie er dieses Vorhaben möglichst bald realisieren kann, um nicht durch unnötiges Warten bedingte finanzielle Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Freilich sollte diese Überlegung nicht die einzige sein, es sollten diverse weitere Überlegungen abhängig von der jeweiligen Lebenssituation einbezogen werden. Der Gang zu einem professionellen Finanz- bzw. Immobilienfachmann ist empfehlenswert. Generell sind die Bedingungen am Immobilienmarkt jedoch derzeit günstig – ob dies noch lange so bleibt, ist jedoch mehr als fraglich. Deshalb kann es sehr lohnenswert wert, sich aktuell mit der Situation detailliert zu beschäftigen. Andreas Schrobback selbst ist mit seiner Immobiliengruppe derzeit auch im Osten (z. B. in Berlin und Leipzig) sehr aktiv. Die Nachfrage nach entsprechenden Wohnimmobilien in diesen Gebieten ist sehr hoch und das Angebot wird hier noch weiter steigen. Neben den großen Ballungsgebieten in Deutschland ist auch eine weiterhin anziehend starke Nachfrage nach Wohnimmobilien in aufstrebenden Gebieten außerhalb der Großstädte zu beobachten. 

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